Neurodermitis Creme I Die richtige Hautpflege bei Neurodermitis finden
Bei Neurodermitis (atopische Dermatitis) spielt die Hautpflege eine große Rolle – sie bildet sogar den Grundpfeiler der Behandlung. Die Neurodermitis Creme sollte an den jeweiligen Hautzustand angepasst sein und das richtige Verhältnis an feuchtigkeitsspendenden, rückfettenden, beruhigenden und Juckreiz lindernden Inhaltsstoffen enthalten.
SIRIDERMA bietet verschiedene Cremes und Salben für die akuten Phasen der Neurodermitis sowie hochverträgliche Lotionen für die tägliche Pflege der trockenen Haut.
Medizinisch geprüft von:
Dr. Felix Friedrich, Senior Medical Advisor
Neurodermitis Cremes von SIRIDERMA
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Hautpflege bei Neurodermitis
Die Anwendung von Cremes und Lotionen (sogenannte Emollienzien) bei Neurodermitis nennt man Basistherapie oder auch Basispflege. Die regelmäßige Hautpflege mit geeigneten Neurodermitis Cremes ist für die Betroffenen – auch in beschwerdefreien Phasen der Neurodermitis – sehr wichtig. Sie steht im Zentrum der Behandlung und sollte dauerhaft erfolgen. Das Kernprinzip der Basistherapie ist, die obere Hautschicht mit Lipiden und Feuchtigkeit zu versorgen. Das stärkt die Hautbarriere und fördert die Hautgesundheit. So lassen sich Schübe verhindern oder verzögern, der Einsatz von Medikamenten reduzieren und Beschwerden wie starke Trockenheit, Rötungen und Juckreiz lindern.
Bei Neurodermitis ist die Hautbarriere gestört, weshalb sie zu viel Feuchtigkeit verliert und austrocknet. Gleichzeitig wird die Haut durchlässiger für Reizstoffe und Krankheitserreger. So kann es immer wieder zu Entzündungsreaktionen kommen, die von Rötungen und Juckreiz begleitet werden. Durch das Kratzen der Haut verschlechtert sich wiederum der Hautzustand. Ein Teufelskreis aus Jucken, Kratzen und Entzündung beginnt.
Die regelmäßige Anwendung von Cremes bei Neurodermitis hat zum Ziel, den Behandlungserfolg zu verbessern und zu erhalten. So können auch direkte Folgen (Trockenheit) und indirekte Folgen (Juckreiz) der Barrierestörung gelindert werden.
Ziele der Hautpflege:
Die richtige Neurodermitis Creme: Das sollten Sie beachten
Mit der richtigen Neurodermitis Creme lässt sich die Lebensqualität deutlich verbessern – und Schüben kann wirksam vorgebeugt werden. Die richtige Creme sollte:
- Die Haut beruhigen, mit Feuchtigkeit versorgen und die Barrierefunktion stärken
- Eine milde Zusammensetzung ohne relevante Reizstoffe oder Kontaktallergene haben
- An die aktuellen Bedürfnisse der Haut, den Hautzustand, die Jahreszeit, die betroffene Körperstelle und die individuellen Vorlieben angepasst sein
Gute Basis: Wertvolle Lipide, Feuchtigkeit & beruhigende Inhaltsstoffe
Bei Neurodermitis ist die Haut besonders empfindlich, trocken und neigt zu Entzündungen. Die Wahl der richtigen Creme ist daher entscheidend, um Beschwerden zu lindern und Schüben vorzubeugen. Besonders bewährt haben sich rückfettende und feuchtigkeitsspendende Cremes mit Urea (Harnstoff) oder Glycerin. Diese Feuchthaltefaktoren spenden Feuchtigkeit und binden diese in der Haut. Beruhigende und entzündungshemmende Inhaltsstoffe helfen, Juckreiz und Rötungen zu lindern.
Bei SIRIDERMA setzen wir unter anderem auf diese Inhaltsstoffe:
Bei akuten Schüben oder anhaltenden Beschwerden kann es sein, dass die alleinige Basispflege nicht ausreicht. Dann kommen oft kortisonhaltige oder andere stark entzündungshemmende Cremes oder auch systemische Therapieformen für die Behandlung von Neurodermitis zum Einsatz. Diese sollen im Akutfall den Juckreiz lindern und Entzündungen hemmen.
Weniger ist mehr: Reizende Inhaltsstoffe meiden
Bei einer Creme für Neurodermitis Betroffene kommt es nicht nur darauf an, was drin ist – sondern auch darauf, was nicht drin ist. Denn durch die gestörte Hautbarriere können auch Inhaltsstoffe von Hautpflegeprodukten leichter in die Haut eindringen und dort Reizungen verursachen. Je „cleaner“ die Rezeptur, desto besser für die gereizte Haut.
Auf diese Inhaltsstoffe verzichten wir bei SIRIDERMA:
Welche Creme bei Neurodermitis passt zum Hautzustand?
Die richtige Neurodermitis Creme zu finden ist gar nicht so einfach. Die Haut hat in den verschiedenen Phasen der Neurodermitis unterschiedliche Pflegeansprüche. Je nach Stadium der Neurodermitis werden also unterschiedliche Pflegeprodukte eingesetzt, die auf den jeweiligen Hautzustand abgestimmt sein sollten. Kurz gesagt gilt:
Feuchte Wickel (Wet Wrapping oder fett-feuchter Verband)
Ist die Haut stark entzündet oder nässt, verträgt die Haut manchmal das alleinige Auftragen einer Creme nicht. Diese Hautstellen können auf ärztliche Anweisung mit einem feuchten Wickeln behandelt werden, bis das Nässen aufhört.
- Eine kortisonhaltige Creme oder eine Mischung aus Kortisoncreme und Hautpflege auftragen.
- Mit einer in warmem Wasser getränkten Schicht aus Verband oder Baumwollstoff umwickeln. Gut geeignet ist ein Schlauchverband aus der Apotheke.
- Mit einer trockenen Schicht aus Verband oder Baumwollstoff fixieren.
Auch sehr trockene Haut kann von einem fett-feuchten Verband mit einer darunter aufgetragenen Pflegecreme profitieren, weil die Pflege so noch besser in die Haut einziehen kann. Man wendet dann in Schritt 1 eine sehr lipidhaltige Basispflege wie die LIPID Intensivcreme unter der feuchten Verbandschicht an. Der fett-feuchte Verband kann mehrere Stunden auf der Haut verbleiben. Anschließend sollte die Haut erneut mit der Basispflege eingecremt werden.
Wasserfreie Salben und Öle
Von der Verwendung reiner Ölprodukte oder wasserfreier Salben bei Neurodermitis wird abgeraten. Sie wirken zwar kurzfristig okklusiv (abdichtend), erhöhen bei regelmäßiger Anwendung aber den Wasserverlust und trocknen die Haut aus.
Neurodermitis Cremes & Salben I Pflegeprodukte für akute Phasen
Die SIRIDERMA Neurodermitis Cremes sind auf unterschiedliche Hautzustände abgestimmt und können die Haut in verschiedenen Phasen der Neurodermitis unterstützen. Im akuten Schub, auch therapiebegleitend:
- Bei sehr trockener, schuppiger Haut: Die reichhaltige LIPID Intensivcreme für sehr trockene, schuppige Hautstellen am Körper, an den Händen oder im Gesicht lindert starke Hauttrockenheit und Rissigkeit.
- Bei geröteter, gereizter Haut: Die beruhigende HYDRO Intensivcreme ist mit ihrem höheren Wasseranteil auf die Bedürfnisse stark gereizter, geröteter, juckender Haut abgestimmt. Die Creme spendet Feuchtigkeit, beruhigt Rötungen und lindert Hautjucken.
- Bei allen akuten Hautzuständen: Die AKUT Intensivmaske kann als erste Hilfe über Nacht mit beiden Intensivcremes kombiniert werden. Die Maske enthält unter anderem Zink und Schwefel (Sulfur). Der hohe Anteil an Zinkoxid verleiht der Intensivmaske ihre typische Konsistenz. Zink und Schwefel sind für ihre entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften bekannt und haben positive Effekte auf die Wundheilung und die Hautregeneration.
Neurodermitis Hautpflege I Produkte für die tägliche Basispflege
Doch auch in schubfreien Neurodermitis Intervallen, in denen die Haut „nur“ trocken ist, sollte die Haut täglich gepflegt und mit rückfettenden Lipiden und Feuchtigkeit versorgt werden. Für die tägliche Basispflege trockener Haut eignen sich besonders die Körper- und Gesichtspflegeprodukte aus den Linien SIRIDERMA BODY, SIRIDERMA FACE und SIRIDERMA BABY.
Wie eine basische Creme bei Neurodermitis Symptome lindert
Unsere Haut hat im gesunden Zustand neben einem schützenden Hautmikrobiom und einer intakten Hautbarriere auch ein ganz bestimmtes pH-Gleichgewicht: Auf der Hautoberfläche ist die Haut leicht sauer (pH-Wert zwischen 4 und 6, man nennt das "Säureschutzmantel"). Bei diesem pH-Wert fühlt sich das Hautmikrobiom besonders wohl und die Haut wird vor Fremdkeimen geschützt. In den tieferen Hautschichten, wo sich die Hornzellen (Keratinozyten) befinden, ist die Haut mit einem pH-Wert von circa 7,4 leicht basisch. [1,2] Die Hornzellen, das sind die Zellen, die für Hauterneuerung, Wundheilung und damit für die Funktion der Hautbarriere verantwortlich sind. Sie besitzen bei leicht basischem pH-Wert eine höhere Aktivität als im neutralen oder sauren Bereich. [2,3]
Bei Neurodermitis handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die auch im nicht akuten Schub mit kontinuierlichen Entzündungsprozessen und subklinischen Inflammationen bis hin zu Entzündungen der Haut einhergeht.
Basische Hautpflege: Eine neue Perspektive für Ihre Hautpflege
Die basische Hautpflege stellt einen anderen Ansatz neben der pH-hautneutralen Pflege dar, der auf unterschiedliche Hautbedürfnisse eingeht.
Andere Impulse setzen: Während die pH-hautneutrale Kosmetik stärker die Funktion des Säureschutzmantels der Haut und das Hautmikrobiom adressiert, hilft SIRIDERMA bei der Ausleitung überschüssiger Säuren aus dem Gewebe und kann so Entzündungsprozesse hemmen und die Regeneration begünstigen.
Individuelle Hautbedürfnisse berücksichtigen: Jede Haut ist anders und hat andere Bedürfnisse. Insbesondere Menschen, die schon viele Pflegeprodukte ohne den gewünschten Erfolg getestet haben, profitieren daher oft von SIRIDERMA und dem anderen Schwerpunkt, den die Hautpflege setzt.
Was ist Neurodermitis (Atopische Dermatitis)?
Neurodermitis (auch Atopische Dermatitis oder Atopisches Ekzem genannt) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Das heißt, sie tritt in Schüben auf und äußert sich in der akuten Phase durch entzündliche Hautausschläge (Ekzeme) und starken Juckreiz. Außerdem leiden die Betroffenen meist unter trockener Haut, weil die Hautbarriere dauerhaft gestört ist und die Haut so vermehrt Feuchtigkeit verliert. Neurodermitis ist nicht ansteckend, aber bislang auch nicht heilbar. Sie lässt sich aber in vielen Fällen mit einer an den Schweregrad der Erkrankung angepassten Behandlung und einer geeigneten Hautpflege lindern oder sogar in den Griff bekommen.
Neurodermitis ist eine der häufigsten Hauterkrankungen weltweit und die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern. Neurodermitis bei Babys und Kindern tritt meist erstmals in den ersten beiden Lebensjahren auf. In vielen Fällen verschwindet sie mit zunehmendem Alter des Kindes wieder – sie „wächst sich aus“. Die Neurodermitis kann allerdings auch für eine Zeit verschwinden und dann bei Jugendlichen in der Pubertät oder im Erwachsenenalter erneut ausbrechen. Ein erstmaliges Auftreten von Neurodermitis im Erwachsenenalter ist hingegen eher selten.
Neurodermitis: Zahlen, Daten, Fakten
- In Deutschland leiden rund 13% aller Kinder und etwa 2% der Erwachsenen an Neurodermitis. [6]
- 60% der Neurodermitis-Fällte treten im ersten Lebensjahr auf, 70 bis 85% in den ersten fünf Lebensjahren. [6]
- Bis zum frühen Erwachsenenalter sind etwa 60% der betroffenen Kinder symptomfrei, nur etwa 30% der Kinder mit Neurodermitis haben auch als Erwachsene noch Ekzeme. [6]
- Ein früher Krankheitsbeginn, ein schwerer Krankheitsverlauf, das Vorliegen weiterer atopischer Erkrankungen sowie eine familiäre Veranlagung zur Atopie sind Risikofaktoren für das Fortbestehen der Erkrankung im Erwachsenenalter. [6]
Ursachen & Auslöser von Neurodermitis
Neurodermitis entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel aus Vererbung, einer Fehlregulation des Immunsystems und verschiedenen Umweltfaktoren. Wie groß der Einfluss der einzelnen Faktoren ist und wie das genaue Zusammenspiel der Neurodermitis Ursachen aussieht, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt.
Vererbung
Fest steht: Eine familiäre Veranlagung erhöht das Risiko, an Neurodermitis zu erkranken.
- Leiden beide Eltern an Neurodermitis, liegt das Risiko für das Kind zwischen 60 und 80% [6]
- Bei eineiigen Zwillingen erkrankt in 75% der Fälle auch der andere Zwilling an Neurodermitis, wenn bereits ein Zwilling von Neurodermitis betroffen ist [6]
Überaktivität der Immunabwehr
Bei Personen mit Neurodermitis liegt meist eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit des Immunsystems (Atopie) vor. Das Immunsystem, welches uns vor schädlichen Stoffen und Krankheitserregern schützt, reagiert dann überempfindlich – selbst auf harmlose Stoffe wie Pollen, Tierhaare oder bestimmte Nahrungsmittel. Die Abwehrreaktion des Immunsystems und die damit verbundene Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen löst Entzündungsreaktionen wie Rötungen und Juckreiz aus.
Neben der Neurodermitis gehören auch das allergische Asthma, allergische Rhinitis (Heuschnupfen) und Nahrungsmittelallergien zu den atopischen Erkrankungen. Oft sind Menschen mit Neurodermitis auch von anderen Begleiterkrankungen aus dem atopischen Formenkreis betroffen und leiden zum Beispiel zusätzlich an Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien.
Störung der Hautbarriere
Die Hautbarriere, insbesondere die oberste Schicht der Epidermis (Stratum corneum), dient als Schutzschild. Sie verhindert das Austrocknen der Haut, blockiert das Eindringen von Krankheitserregern, Allergenen sowie chemischen Substanzen und vermindert somit das Risiko von Reizungen und Infektionen. Eine intakte Hautbarriere beruht auf einer gut organisierten Struktur aus Keratinozyten, Lipiden (wie Ceramiden, freie Fettsäuren und Cholesterin), Strukturproteinen (Filaggrin) und natürlichen feuchtigkeitsspendenden Faktoren (NMF).
Das Hautmikrobiom (auch Hautflora genannt) befindet sich auf der Hautoberfläche und besteht aus einer Vielzahl an Bakterien, Pilzen und Viren. Das intakte Hautmikrobiom ist Teil der Hautbarriere.
Bei Neurodermitis-Betroffenen liegt häufig ein Ungleichgewicht im Hautmikrobiom – Überbesiedelung der Haut mit dem pathogenen Erreger Staphylococcus aureus – sowie ein Mangel an Strukturproteinen vor, der vermutlich durch eine Veränderung des für die Filaggrin-Produktion zuständigen Gens ausgelöst wird.
Deshalb – und auch in Folge der überaktiven Immunantwort und chronischer Entzündungsprozesse – ist bei Neurodermitikern die Hautbarriere gestört und kann ihre normale Schutzfunktion nicht mehr ausreichend erfüllen:
- Die Haut ist durchlässig und verliert vermehrt Feuchtigkeit, sie wird trocken und fängt an zu jucken.
- Gleichzeitig können Allergene, Krankheitserreger und schädliche Substanzen leichter in die Haut eindringen und weitere Immunreaktionen auslösen und den Juckreiz verstärken.
Der "Juck-Kratz-Kreislauf"
Die Durchlässigkeit der gestörten Hautbarriere kann einen Teufelskreis aus Juckreiz, Kratzen und Entzündungsreaktionen in Gang setzen.
- Reizstoffe dringen durch die geschädigte Hautbarriere ein und triggern die Immunabwehr.
- Das löst eine Entzündungsreaktion mit Rötung, Schwellung und Juckreiz aus.
- Kratzen verletzt die Haut zusätzlich, was die Barriere weiter schwächt und neue Mikroverletzungen schafft.
- Der Kreislauf beginnt von vorn: Juckreiz führt zu Kratzen, Kratzen schädigt die Hautbarriere, was wiederum verstärkt Juckreiz verursacht.
Bekannte Triggerfaktoren bei Neurodermitis
Neben den generellen Ursachen der Neurodermitis gibt es bei Betroffenen immer auch individuelle Auslöser (sogenannte „Trigger“ oder Schlüsselreize), die Schübe auslösen und zu einer Verschlimmerung der Symptome führen können. Die Suche nach den individuellen Triggern für Neurodermitis-Schübe ist mitunter sehr zeitaufwändig. Oft werden Nahrungsmittelallergien als Auslöser vermutet, die jedoch nur einen Teil der in Betracht kommenden Triggerfaktoren abdecken. Das Führen eines Tagebuchs kann helfen, den individuellen Neurodermitis Auslösern auf die Spur zu kommen. Bekannte und häufige Neurodermitis-Trigger sind:
Symptome der Neurodermitis
Bei Neurodermitis treten die Beschwerden meist in Schüben auf. Daher unterscheidet man verschiedene Stadien der Erkrankung, in denen unterschiedliche Neurodermitis Symptome auftreten.
- Im akuten Schub: gerötete, stark juckende Ekzeme, die nässende Bläschen, Krusten oder auch Schuppen bilden können
- In der chronischen Phase bzw. nach dem akuten Schub: trockene und juckende Haut, die auch rissig sein kann oder sich abschuppt
- Besteht die Neurodermitis schon länger, kann es zu Hautverdickungen und Faltenbildung an den jeweiligen Stellen kommen
Typische Körperstellen bei Neurodermitis
Je nach Alter tritt die Neurodermitis meist an unterschiedlichen Körperstellen auf. Bei Säuglingen und Babys sind vor allem Kopf ("Milchschorf") und Gesicht sowie die Streckseiten und Beugefalten von Armen und Beinen betroffen. Auch bei Kindern sind häufig die Arm- und Beinbeugen betroffen. Bei Erwachsenen treten die Symptome der Neurodermitis vermehrt an Händen, Handgelenken, Füßen und Knöcheln auf. Auch die Augenlider sind oft von Neurodermitis betroffen.
Neurodermitis Behandlung: Therapieformen und Hautpflege
Die Diagnose „Neurodermitis“ wird meist beim Pädiater (Kinderarzt) oder Dermatologen (Hautarzt) gestellt. Welche Therapie oder Behandlungsoption zum Einsatz kommt, entscheidet der behandelnde Arzt oder die Ärztin nach dem Schweregrad und dem Stadium der Erkrankung. Dafür werden medizinische Bewertungssysteme wie der SCORAD (SCORing Atopic Dermatitis) und der EASI (Eczema Area and Severity Index) genutzt.
Neurodermitis ist bislang nicht heilbar. Mit einer stadiengerechten Neurodermitis Behandlung und einer zum Hautzustand passenden Neurodermitis Hautpflege lassen sich aber Symptome wie Juckreiz und Hautreizungen lindern und Schübe hinauszögern oder sogar verhindern.
Die Behandlung folgt einem Stufenplan: [6]
1. Konsequente Hautpflege und Meiden von Triggerfaktoren: Die regelmäßige Pflege der Haut mit speziellen Neurodermitis Cremes kann Trockenheit und Juckreiz lindern und die Haut beruhigen. Sie werden in jedem Stadium der Erkrankung – auch therapiebegleitend – angewendet. Auch sollen Triggerfaktoren möglichst umfassend vermieden werden.
2. Wirkstoffhaltige Lokaltherapie: Um die Entzündungskaskade im akuten Schub zu durchbrechen, kommen bei leichten und mittelschweren Ekzemen hauptsächlich cortisonhaltige Cremes oder Immunmodulatoren, die sogenannten Calcineurininhibitoren, gegen Neurodermitis zum Einsatz.
Neurodermitis Hautpflege von SIRIDERMA
Tipps für den Alltag mit Neurodermitis
Wer an Neurodermitis leidet, kann mit einigen hilfreichen Alltagstipps und Maßnahmen dazu beitragen, den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen, Symptome zu lindern und Schüben vorzubeugen.
- Kratzen vermeiden und betroffene Stellen stattdessen leicht drücken oder klopfen. Das SIRIDERMA Anti-Juckreiz GEL kann helfen, das Jucken bei Neurodermitis schnell zu lindern.
- Ausgiebiges Duschen und Baden reduzieren. Eher Baden als Duschen und nur für ca. 5 Minuten. Auch tägliches Baden ist möglich, wenn die Badedauer kurzgehalten wird und das Wasser nur lauwarm ist. Nach jedem Bad immer sofort eincremen. Regelmäßige Basenbäder bei Neurodermitis können Juckreiz lindern und die Haut weicher machen.
- Tägliche Hautpflege, mindestens morgens und abends, mit geeigneten, an den Hautzustand angepassten Neurodermitis Cremes durchführen.
- Triggerfaktoren erkennen und meiden, dabei kann ein Tagebuch und ein Allergietest beim Arzt helfen.
- Hautfreundliche, weiche und nicht zu enge Kleidung bei Neurodermitis tragen, denn kratzige Stoffe oder enge Kleidungsstücke können die Haut reizen.
- Stress vermeiden oder reduzieren, dabei helfen bei Neurodermitis Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung. Auch ein täglicher, kleiner Spaziergang tut der Seele gut.
- Milde Waschmittel ohne Duftstoffe verwenden, das gilt auch für Pflegeprodukte und Kosmetik.
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