Neurodermitis Hautpflege I Passende Cremes & Anwendungstipps
Neurodermitis (auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die sich unter anderem durch trockene, juckende und gereizte Haut zeigt. Eine gezielte Hautpflege als Basistherapie spielt eine entscheidende Rolle in der Behandlung, um Beschwerden zu lindern, die Hautschutzbarriere zu stärken und Schübe zu verhindern oder zu verzögern. Durch die Wahl der richtigen Produkte und eine angepasste Pflegeroutine kann das Hautbild verbessert und die Lebensqualität gesteigert werden.
Hier erfahren Sie, worauf es bei der Neurodermitis Hautpflege ankommt und welche Produkte besonders geeignet sind.
Medizinisch geprüft von:
Dr. Felix Friedrich, Senior Medical Advisor
Warum ist Hautpflege bei Neurodermitis so wichtig?
Die Hautbarriere von Neurodermitis-Betroffenen ist geschwächt und kann ihre Schutz- und Barrierefunktion nicht optimal erfüllen. Dadurch verliert die Haut mehr Feuchtigkeit. Gleichzeitig können Reizstoffe, Allergene und Krankheitserreger leichter in die Haut eindringen. Rötungen, Juckreiz und Entzündungen können eine Folge der durchlässigen Hautbarriere sein. Eine konsequente Hautpflege als Basistherapie verfolgt mehrere Ziele:
- Stärkung der Hautbarriere: Durch rückfettende Produkte wird der natürliche Schutz der Haut unterstützt.
- Verbesserte Feuchtigkeitsversorgung: Feuchtigkeitsspendende Produkte helfen, verlorene Feuchtigkeit zu ersetzen und durch feuchtigkeitsbindende Inhaltsstoffe, sogenannte Feuchthaltefaktoren wie Glycerin, länger in der Haut zu halten.
- Reduktion von Juckreiz und Entzündungen: Spezielle Pflegeprodukte helfen, Reizungen zu lindern und die Haut zu beruhigen.
- Vorbeugen von Schüben: Eine regelmäßige Basispflege kann helfen, das Risiko neuer Schübe mit atopischen Ekzemen zu reduzieren.
- Verbesserung der Hautstruktur: Durch gezielte Pflege bleibt die Haut geschmeidig und widerstandsfähiger gegenüber äußeren Einflüssen.
- Vermeiden von Reizstoffen: Bestimmte Inhaltsstoffe in Kosmetika, Parfums und Waschmitteln können die Haut reizen und die Symptome verschlimmern.
Die richtige Hautpflege bei Neurodermitis
Die Hautpflege bei Neurodermitis muss an die unterschiedlichen Hautzustände und Phasen der Erkrankung sowie auch an die Jahreszeit angepasst werden. In der schubfreien Zeit geht es vor allem darum, die Hautschutzbarriere zu stärken und die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, um Schübe zu verhindern. Während eines akuten Schubs sind spezielle Neurodermitis Cremes notwendig, um Entzündungen zu lindern, Juckreiz zu reduzieren und die Haut zu beruhigen.
Basispflege in der schubfreien Phase
- Sanfte Reinigung: Verwenden Sie milde Reinigungsprodukte ohne Parfüm, aggressive Tenside oder austrocknende Alkohole. Lauwarmes Wasser und kurze Duschzeiten verhindern, dass die Haut weiter austrocknet.
- Intensive Feuchtigkeitspflege: Feuchtigkeitscremes mit Glycerin, Hyaluron, Harnstoff oder Panthenol helfen, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu bewahren. Produkte mit Parfüm oder Alkohol sollten eher vermieden werden, da sie die Haut reizen können.
- Rückfettende Pflegeprodukte: Salben oder Cremes mit einem hohen Lipidanteil und wertvollen Fettsäuren aus rein pflanzlichen Ölen unterstützen die Hautbarriere und reduzieren Feuchtigkeitsverlust.
SIRIDERMA Neurodermitis Basispflege
Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern
Kinderhaut ist empfindlicher und dünner als erwachsene Haut und reagiert daher noch sensibler auf Inhaltsstoffe. Bei Babys und Kindern mit Neurodermitis sollten daher besonders milde Produkte ohne Duftstoffe oder reizende Zusatzstoffe verwendet werden, weil diese besonders bei Kindern zu allergischen Reaktionen führen können.
SIRIDERMA Neurodermitis Hautpflege für Babys & Kinder
Pflege im akuten Schub
Je nach Hautzustand erfordert ein akuter Schub unterschiedliche Pflegeansätze. Während einige Körperstellen stark jucken und entzündet sind, können andere nässen oder extrem trocken sein. Daher ist es wichtig, die Pflege gezielt an den jeweiligen Hautzustand anzupassen, um eine optimale Linderung der Symptome zu erreichen. Besonders die Linderung von Juckreiz ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Neurodermitis, denn durch starkes und häufiges Kratzen können Bakterien in die Haut eindringen und Infektionen verursachen.
- Bei trockenen, schuppenden Hautstellen: Rückfettende Salben mit hohem Lipidanteil und zum Beispiel Nachtkerzenöl unterstützen die Hautregeneration.
- Bei starkem Juckreiz und Rötungen: Leichtere Cremes mit Glycerin, Panthenol, Allantoin und Zink können den Juckreiz beruhigen und helfen, entzündliche Prozesse zu hemmen. Alternativ können auch kühlende Gele zur Linderung von Juckreiz und Reduzierung von Rötungen eingesetzt werden.
- Bei nässenden Hautstellen: Cremes mit Zink oder Schwefel (Sulfur) können helfen, die betroffenen Körperstellen zu beruhigen und das Infektionsrisiko zu reduzieren.
- Entzündungshemmende Maßnahmen: Auf ärztlichen Rat können entzündungshemmende Arzneimittel mit Kortison oder alternativen Wirkstoffen wie Calcineurin-Inhibitoren auf besonders beanspruchten Hautstellen aufgetragen werden. Die Häufigkeit und Dauer einer Therapie sollte dabei immer mit dem Arzt abgestimmt werden, um eine individuelle Neurodermitis Therapie sicherzustellen.
SIRIDERMA MED Neurodermitis Pflege für akute Hautprobleme
Hautpflege im Verlauf der Jahreszeiten
Bei Neurodermitis sollte die Hautpflege im Jahresverlauf angepasst werden, da sich Umweltbedingungen stark auf die Hautbarriere und den Zustand der Haut auswirken.
So wirkt basische Hautpflege bei Neurodermitis
Im gesunden Zustand hat die Haut ein bestimmtes pH-Gleichgewicht: Auf der Hautoberfläche ist die Haut leicht sauer (Säureschutzmantel). In den tieferen Hautschichten, wo sich die Hornzellen (Keratinozyten) befinden, ist die Haut leicht basisch. [5,6] Die Hornzellen sind für Hauterneuerung und Wundheilung – also für die Funktion der Hautbarriere – zuständig. In einer leicht basischen Umgebung fühlen sich die Hornzellen besonders wohl und besitzen eine höhere Aktivität als im neutralen oder sauren pH-Bereich. [6,7]
Wie unterscheiden sich Salben, Cremes, Lotionen und Gele?
Salben, Cremes, Lotionen und Gele sind verschiedene Hautpflegeprodukte, die sich in ihrer Konsistenz, den enthaltenen Inhaltsstoffen und ihrer Anwendung unterscheiden. Die Wahl des richtigen Produkts hängt vom Hautzustand, der gewünschten Wirkung und dem Hauttyp ab.
Anwendung der Hautpflege bei Neurodermitis
Die richtige Anwendung der Hautpflegeprodukte ist entscheidend für den Erfolg der Behandlung und die Linderung von Neurodermitis-Symptomen. Dabei spielen die Häufigkeit, die Menge und das richtige Auftragen eine wichtige Rolle. Es gibt Unterschiede in der Anwendung zwischen der Basispflege in der schubfreien Phase und der Pflege im akuten Schub, ebenso wie spezielle Tipps zur Anwendung bei Kindern.
Häufigkeit der Anwendung
In der schubfreien Phase: Um die Hautschutzbarriere zu stabilisieren und vor einem erneuten Ausbruch der Symptome zu schützen, sollten feuchtigkeitsspendende und rückfettende Produkte regelmäßig angewendet werden. Das bedeutet, dass die Haut mindestens zweimal täglich gepflegt werden sollte. Besonders nach dem Duschen oder Baden ist eine rückfettende und intensiv feuchtigkeitsspendende Pflege zum Beispiel mit der SIRIDERMA Körpercreme besonders wichtig.
Im akuten Schub: In der akuten Phase, wenn die Haut gereizt und entzündet ist, sollte die Pflege je nach Schweregrad der Symptome häufiger angewendet werden. Dabei sollten auf entzündeter Haut eher eine leichte Neurodermitis Creme mit beruhigenden Inhaltsstoffen (wie Zink oder Panthenol) wie die SIRIDERMA HYDRO Intensivcreme eingesetzt werden. Wenn die Entzündung zurückgeht und die Haut sehr trocken oder schuppig ist, eignet sich die SIRIDERMA LIPID Intensivcreme für den Aufbau der Hautbarriere.
Menge und Auftragen
Menge der Produkte: Eine ausreichende Menge an Pflegeprodukt ist wichtig, um die Haut optimal zu versorgen. Generell sollte die Menge großzügig aufgetragen werden, ohne die Haut zu überladen. Die S3-Leitlinie "Neurodermitis" gibt die empfohlene Menge in der sogenannten Fingerspitzen-Einheit (Finger Tip Unit, FTU) an. Eine FTU entspricht einem Cremestrang von der Fingerkuppe eines erwachsenen Zeigefingers bis zur ersten Gelenkfalte und entspricht etwa 0,5 g. Diese Menge reicht aus, um eine Hautfläche von ungefähr zwei erwachsenen Handflächen einzucremen. [10]
Richtiges Auftragen: Achten Sie darauf, dass die Pflegeprodukte sanft und in kreisenden Bewegungen aufgetragen werden. Vermeiden Sie, die Haut zu reiben oder zu stark zu massieren, da dies zu Irritationen führen könnte. Besonders bei entzündeten Stellen im akuten Schub sollte das Produkt vorsichtig eingeklopft werden, um zusätzliche Reibung zu vermeiden. Tragen Sie Produkte in dünnen Schichten auf und lassen Sie sie gut einziehen, bevor Sie Kleidung anziehen.
Tipps zum Eincremen bei Babys & Kindern
Das Eincremen von Babys und Kindern kann eine Herausforderung sein, da viele Kinder das Eincremen als unangenehm oder störend empfinden. Es ist jedoch wichtig, dass die Haut gepflegt wird, um Neurodermitis zu lindern und Schübe zu verhindern. Hier einige Tipps, um das Eincremen angenehmer zu gestalten und den Prozess zu erleichtern:
Spielerische Ablenkung: Versuchen Sie, das Eincremen zu einem spaßigen Ritual zu machen. Sie können das Kind in den Prozess einbeziehen, indem Sie ihm erlauben, die Creme selbst aufzutragen (unter Aufsicht). Ein lustiges Lied oder ein Spiel kann das Eincremen für das Kind interessanter machen.
Schnelle Anwendung: Verwenden Sie Cremes oder Salben, die schnell einziehen und keine fettigen Rückstände hinterlassen wie die SIRIDERMA Baby- und Kindercreme. Das kann helfen, das Eincremen schneller und angenehmer zu gestalten. Achten Sie darauf, dass Sie sanft, aber zügig arbeiten, damit das Kind nicht unnötig lange stillhalten muss.
Belohnungssystem: Kinder reagieren oft gut auf positive Verstärkungen. Belohnen Sie Ihr Kind nach dem Eincremen mit einer kleinen Aufmerksamkeit oder einer positiven Rückmeldung. Das kann helfen, das Eincremen mit etwas Angenehmem zu verbinden.
Beruhigende Atmosphäre schaffen: Ein entspannender Moment kann das Eincremen angenehmer gestalten. Sorgen Sie dafür, dass der Raum warm und ruhig ist, und vermeiden Sie Stress oder Hektik während der Anwendung. Ein angenehmes Ambiente kann die Stimmung des Kindes heben. Auch das vorherige Anwärmen der Creme in den Händen hilft, eine positive Wahrnehmung für das Kind zu schaffen.
Vermeiden Sie Zwang: Wenn Ihr Kind besonders widerstandsfähig gegen das Eincremen ist, versuchen Sie, es nicht zu zwingen. Machen Sie Pausen und versuchen es später noch einmal. Manche Kinder brauchen eine Weile, um sich an die Routine zu gewöhnen.
Verwenden Sie kinderfreundliche Produkte: Wählen Sie für die Basistherapie Hautpflegeprodukte, die speziell für Kinderhaut entwickelt wurden, wie die SIRIDERMA Baby- und Kindercreme oder die Baby- und Kinderwaschlotion. Zwar unterscheiden sich die grundsätzlichen Anforderungen an die Hautpflege von Kindern und Erwachsenen nicht. Die Zusammensetzung dieser Produkte ist jedoch speziell an die besonderen Bedürfnisse der noch nicht vollständig entwickelten Kinderhaut angepasst, um diese Anforderungen optimal zu erfüllen.
Sonnenschutz bei Neurodermitis
Sonnenschutz ist die wirksamste Maßnahme zur Vorbeugung von Hautkrebs und kann zudem die umweltbedingte Hautalterung verlangsamen. Daher sollte ein geeigneter Sonnenschutz bei hoher UV-Belastung sowohl für Neurodermitis-Betroffene als auch für Menschen ohne Hauterkrankungen selbstverständlich sein. Eine besondere Herausforderung bei Neurodermitis besteht darin, dass die Haut empfindlicher auf bestimmte Inhaltsstoffe reagieren kann. Dazu gehören auch chemische UV-Filter, die für ihre Schutzwirkung in die Haut eindringen und Unverträglichkeitsreaktionen auslösen können. Daher ist die richtige Auswahl des Sonnenschutzes für diese Personengruppe besonders wichtig.
Hohen Lichtschutzfaktor (LSF) wählen: Idealerweise sollte der Lichtschutzfaktor an die zu erwartende UV-Belastung angepasst sein. Da dies im Alltag nicht immer einfach umzusetzen ist, empfiehlt sich die Verwendung eines hohen Lichtschutzfaktors (mindestens LSF 30). So wird die Haut auch bei stärkerer Sonneneinstrahlung zuverlässig vor den schädlichen Auswirkungen der UV-Strahlung geschützt. Das Produkt sollte außerdem für empfindliche Haut geeignet sein und keine reizenden Inhaltsstoffe wie Parfüm oder Alkohol enthalten.
Mineralische Sonnenschutzmittel bevorzugen: Mineralische (physikalische) Sonnenschutzmittel, die zum Beispiel Zinkoxid enthalten, gelten als besser verträglich als chemische Sonnenschutzmittel. Mineralischer Sonnenschutz bildet eine schützende Barriere auf der Haut und reflektiert die UV-Strahlen. Chemischer UV-Schutz muss dagegen in die Haut einziehen und kann daher die Haut irritieren und Unverträglichkeitsreaktionen auslösen. Daher ist es ratsam bei empfindlicher Haut auf einen rein physikalischen Sonnenschutz zurückzugreifen. Die rein mineralische SIRIDERMA Sonnencreme LSF30 wurde speziell für die Bedürfnisse der empfindlichen, trockenen Haut bei Neurodermitis entwickelt.
Sonnenschutz regelmäßig auftragen: Der Sonnenschutz sollte regelmäßig erneuert werden – vor allem, wenn man schwimmt oder schwitzt. Direkte Sonneneinstrahlung während der Mittagszeit (zwischen 11 und 15 Uhr), wenn die Sonne am stärksten ist, sollte gemieden werden.
Schützende Kleidung tragen: Kleidung bietet einen sehr zuverlässigen Schutz vor UV-Strahlung, solange die Haut bedeckt ist. Im Unterschied zu Sonnenschutzmitteln muss sie nicht nachgecremt werden, und es können beim Auftragen keine Hautstellen vergessen werden. Im Sommer helfen luftige Kleidung, ein Hut und eine Sonnenbrille. Hautbereiche, die durch verrutschende Kleidung frei werden können – etwa an Ärmeln, Ausschnitt oder Hosenbeinen – sollten genau wie nicht bedeckte Hautstellen mit Sonnenschutzmittel geschützt werden.
Weitere Tipps zur Hautpflege bei Neurodermitis
Regelmäßige Feuchtigkeitspflege: Achten Sie darauf, die Haut regelmäßig mit feuchtigkeitsspendenden Produkten wie der SIRIDERMA Körpercreme oder der SIRIDERMA Baby- und Kindercreme zu versorgen – besonders nach dem Baden oder Duschen. In der SIRIDERMA FACE Linie finden Sie spezielle Gesichtspflegeprodukte für trockene, zu Neurodermitis neigende Haut.
Vermeiden Sie Reizstoffe: Bestimmte Inhaltsstoffe in Kosmetika, Parfums, Waschmitteln oder in Stoffen können die Haut reizen und die Symptome verschärfen. Wähle Sie allergikerfreundliche, unparfümierte Produkte und achten Sie darauf, dass Kleidung bei Neurodermitis aus atmungsaktiven, hautfreundlichen Materialien wie Baumwolle besteht und nicht zu eng sitzt.
Häufiges Kratzen vermeiden: Auch wenn der Juckreiz belastend ist, ist es wichtig, das Kratzen zu vermeiden, da es die Haut weiter schädigen, das Eindringen von Bakterien und die Entstehung von Infektionen und Entzündungen begünstigen kann. Tragen Sie in besonders schlimmen Phasen Baumwollhandschuhe oder weiche Socken über den Händen, um das Kratzen unbewusst in der Nacht zu verhindern. Auch kurze Fingernägel sind hilfreich.
Luftfeuchtigkeit erhöhen: Trockene Luft, vor allem in beheizten Räumen im Winter, kann die Haut zusätzlich austrocknen und die Symptome verschlimmern. Ein Luftbefeuchter kann helfen, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen und die Haut vor weiterem Feuchtigkeitsverlust zu schützen.
Bäder oder Umschläge: Bei akutem Juckreiz können kalte Umschläge, kühlende Gele oder auch basische Bäder beruhigend wirken.
Stressmanagement: Stress kann Neurodermitis verschlimmern. Techniken wie Meditation, Yoga, Atemübungen oder regelmäßige Bewegung können helfen, das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern und durch Stressmanagement bei Neurodermitis die Häufigkeit von Schüben zu reduzieren.
Achten Sie auf Ihre Ernährung: Bestimmte Nahrungsmittel können bei manchen Menschen Neurodermitis-Schübe auslösen. Zu den häufigsten Auslösern gehören Lebensmittel wie Milchprodukte, Weizen oder Zitrusfrüchte. Einige Betroffene profitieren daher von der Umstellung der Ernährung bei Neurodermitis. Es kann hilfreich sein, ein Ernährungstagebuch zu führen und potenzielle Trigger zu identifizieren.
SIRIDERMA Neurodermitis Hautpflege
Erfahrungen mit SIRIDERMA bei Neurodermitis
FAQ – Häufige Fragen zur Hautpflege bei Neurodermitis
Welche Hautcreme ist gut bei Neurodermitis?
Eine gute Neurodermitis Hautcreme sollte reichhaltig, feuchtigkeitsspendend und frei von reizenden Inhaltsstoffen sein. Idealerweise enthält sie:
✅ Rückfettende Inhaltsstoffe (z. B. Sheabutter, Nachtkerzenöl, Avocadoöl)
✅ Feuchtigkeitsspender (z. B. Urea, Glycerin, Hyaluron)
✅ Hautberuhigende Inhaltsstoffe (z. B. Panthenol, Bisabolol, Allantoin, Zink)
Nicht vergessen: die Pflege muss an den Hautzustand angepasst sein. Es gibt nicht ein Produkt bei Neurodermitis, sondern je nach Hautzustand das dazu passende Produkt.
Unsere Empfehlungen bei Neurodermitis:
- LIPID Intensivcreme: Medizinische Pflege für sehr trockene, schuppige Haut
- HYDRO Intensivcreme: Medizinische Pflege für gerötete, gereizte, juckende Haut
- Körpercreme: Basispflege für trockene Haut
- Extra Sensitiv Creme: Basispflege für trockene Gesichtshaut
- Baby- und Kindercreme: Basispflege für trockene Baby- und Kinderhaut
Wie oft sollte man bei Neurodermitis die Haut eincremen?
Bei Neurodermitis sollte man die Haut mehrmals täglich eincremen, idealerweise mindestens zwei- bis dreimal täglich. Besonders wichtig ist das Eincremen:
- Direkt nach dem Duschen oder Baden.
- Bei ersten Anzeichen von Trockenheit oder Spannungsgefühl.
- Vor dem Schlafengehen, um die Haut über Nacht zu pflegen.
- Nach dem Händewaschen, um Risse und Trockenheit zu vermeiden.
Am besten verwendet man eine reichhaltige, parfumfreie Pflege mit feuchtigkeitsspendenden, beruhigenden und rückfettenden Inhaltsstoffen wie Glycerin, Panthenol, Allatoin, Zink und rein pflanzlichen, hochwertigen Ölen. Gut geeignet für die Basispflege sind die SIRIDERMA Körpercreme oder die Baby- und Kindercreme. Für akutere Hautprobleme mit starker Trockenheit oder Rötungen eignen sich die LIPID Intensivcreme oder die HYDRO Intensivcreme.
Was ist die beste Basispflege bei Neurodermitis?
Die beste Basispflege bei Neurodermitis besteht aus Produkten, die die Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgen, die Hautbarriere stärken und vor dem Austrocknen schützen. Die Basispflege sollte regelmäßig angewendet werden, auch wenn keine akuten Symptome wie Juckreiz oder Rötungen vorliegen, um die Haut langfristig gesund zu halten.
Wichtige Eigenschaften einer guten Basispflege sind:
- Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe: Produkte mit Glycerin, Hyaluron oder Panthenol helfen, Feuchtigkeit in der Haut zu binden und die Haut geschmeidig zu halten.
- Rückfettende Komponenten: Hochwertige, pflanzliche Öle wie Avocadoöl, Sonnenblumenöl, Sesamöl, Jojobaöl, Sheabutter oder Nachtkerzenöl unterstützen die Hautbarriere, verhindern Wasserverlust und schützen die Haut vor äußeren Reizen. Anders als Mineralöle können pflanzliche Öle besser in die Haut einziehen und zur Stabilisierung der Hautbarriere beitragen. Mineralöle bilden dagegen einen eher undurchlässigen Film auf der Haut, der zwar Feuchtigkeitsverlust reduzieren kann, aber keine zusätzliche Pflege bietet.
- Beruhigende und heilungsfördernde Inhaltsstoffe: So kann beispielsweise Allantoin die Regeneration fördern und Hautirritationen lindern, während Zink entzündungshemmend wirkt und die Heilung unterstützt.
- Fettalkohole: Cetearylalkohol, Cetylalkohol oder Stearylalkohol wirken pflegend und helfen, Feuchtigkeit zu binden, ohne die Haut auszutrocknen, wie es bei austrocknenden Alkoholen wie Ethanol der Fall ist.
Es ist wichtig, die Basispflege individuell anzupassen und Produkte zu wählen, die frei von Duftstoffen und anderen irritierenden Substanzen sind. Gut geeignet als Basispflege bei Neurodermitis sind beispielweise die SIRIDERMA Körpercreme, die Baby- und Kindercreme sowie die Extra Sensitiv Creme für das Gesicht.
Welche Creme ist die beste bei Neurodermitis?
Die beste Creme bei Neurodermitis hängt von der Schwere der Symptome, den individuellen Bedürfnissen der Haut und vom Hautzustand ab. Eine Creme bei Neurodermitis kombiniert rückfettende und feuchtigkeitsspendende Eigenschaften, um die die geschädigte Hautschutzbarriere zu unterstützen und Feuchtigkeitsverlust auszugleichen.
Folgende Inhaltsstoffe haben sich dabei bewährt:
- Glycerin: Wirkt feuchtigkeitsbindend und verbessert die Elastizität der Haut.
- Urea (Harnstoff): Spendet intensiv Feuchtigkeit und hilft, die Haut geschmeidig zu halten. • Panthenol: Unterstützt die Regeneration und beruhigt gereizte Haut.
- Hochwertige, rein pflanzliche Öle: Natürliche Fette wie Sesamöl, Sonnenblumenöl, Avocadoöl, Sheabutter oder Jojobaöl helfen, die Haut vor dem Austrocknen zu schützen.
- Nachtkerzenöl: Enthält Gamma-Linolensäure, die entzündungshemmend wirkt und die Hautbarriere stärkt. Besonders hilfreich bei trockener, gereizter Haut.
- Fettalkohole: Substanzen wie Cetearylalkohol oder Stearylalkohol wirken anders als klassische Alkohole (Ethanol, Isorporpanol) auch als pflegende Inhaltsstoffe. Sie helfen, Feuchtigkeit zu binden und die Hautbarriere zu stärken, wodurch die Haut geschmeidig bleibt.
- Allantoin: Fördert die Heilung und Regeneration der Haut. Es beruhigt gereizte Haut, lindert Entzündungen und unterstützt die Bildung neuer Hautzellen.
- Zink: Zink hat entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften. Es hilft, Hautirritationen zu lindern, die Heilung zu fördern und wirkt beruhigend auf gereizte Haut. Zink kann besonders bei Neurodermitis hilfreich sein, um Entzündungen und Infektionen vorzubeugen.
Welche Inhaltsstoffe sollte man in der Hautpflege bei Neurodermitis vermeiden?
Bei Neurodermitis sollte man folgende Inhaltsstoffe in der Hautpflege vermeiden:
- Duft- und Konservierungsstoffe – z.B. Parfum, Linalool, Eugenol oder Parabene, da sie die Haut reizen können.
- Alkohole – austrocknende Alkohole wie Ethanol, Isopropanol oder Benzylalkohol sollten vermieden werden. Fettalkohole hingegen – wie Cetearyl Alcohol, Cetyl Alcohol oder Stearyl Alcohol – pflegen die Haut.
- Silikone & Mineralöle – sie können die Haut abdichten und die natürliche Regeneration beeinträchtigen.
- Säuren & Retinoide – starke Fruchtsäuren (AHA, BHA) oder Retinol können empfindliche Haut zusätzlich reizen.
Was sind die Auslöser von Neurodermitis?
Neurodermitis, auch bekannt als atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, deren genauen Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind, bei der jedoch genetische Veranlagung und Umweltfaktoren eine wichtige Rolle spielen. Verschiedene Auslöser können die Symptome verschlimmern. Jeder Betroffene kann individuell auf verschiedene Auslöser reagieren, weshalb es hilfreich ist, ein Symptom-Tagebuch zu führen, um persönliche Trigger zu identifizieren. Zu den häufigsten Auslösern zählen:
- Umweltfaktoren: Kaltes, trockenes Wetter oder extreme Hitze können die Haut austrocknen und Reizungen verursachen.
- Stress: Psychischer Stress kann Schübe begünstigen oder verstärken.
- Hautreizstoffe: Duftstoffe, aggressive Reinigungsmittel, Wolle oder synthetische Stoffe.
- Infektionen: Bakterielle oder virale Infektionen können Entzündungen verschlimmern.
- Hormonelle Schwankungen: Besonders in der Pubertät, Schwangerschaft oder während des Menstruationszyklus.
- Allergene: Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben oder bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Milch, Eier, Nüsse).
Medizinisch geprüft
Quellenangaben
Fußnoten
[1] Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie über 4 Wochen mit 20 Probanden mit empfindlicher, trockener Haut, Neurodermitis oder Psoriasis, unabhängiges Testinstitut Dermatest, 11/2025 (Körpercreme, Studiennummer ST-AT-2025-00292, data on file, weitere Informationen zur Studie hier)
[2] Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie (inkl. Corneometrie) über 4 Wochen mit 25 Probanden mit sensibler Haut, Neurodermitis, Psoriasis und Rosacea, unabhängiges Testinstitut Dermatest, 06/2025 (HYDRO Intensivcreme, Studiennummer ST-AT-2025-00114, data on file, weitere Informationen zur Studie hier)
[3] Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie über 4 Wochen mit 20 Probanden mit trockener Haut, Neurodermitis und Psoriasis, unabhängiges Testinstitut Dermatest, 10/2022 (LIPID Intensivcreme, Studiennummer 2207281031, data on file, weitere Informationen zur Studie hier)
[4] Jurecek L et al.: Beneficial effects of an alkaline topical treatment in patients with mild atopic dermatitis, 2021, J Cosmet Dermatol, doi https://doi.org/10.1111/jocd.13936
[5] Ohman H, Vahlquist A. The pH gradient over the stratum corneum differs in X-linked recessive and autosomal dominant ichthyosis: a clue to the molecular origin of the "acid skin mantle"? J Invest Dermatol. 1998 Oct;111(4):674-7. doi: 10.1046/j.1523-1747.1998.00356.x. PMID: 9764852.
[6] Sharpe JR, Harris KL, Jubin K, Bainbridge NJ, Jordan NR. The effect of pH in modulating skin cell behaviour. Br J Dermatol. 2009;161(3):671- 673. https://doi.org/10.1111/j.1365-2133.2009.09168.x
[7] Kruse CR, Singh M, Targosinski S, Sinha I, Sørensen JA, Eriksson E, Nuutila K. The effect of pH on cell viability, cell migration, cell proliferation, wound closure, and wound reepithelialization: In vitro and in vivo study. Wound Repair Regen. 2017 Apr;25(2):260-269. doi: 10.1111/wrr.12526. Epub 2017 Apr 24. PMID: 28370923.
[8] Hajjar S, Zhou X. pH sensing at the intersection of tissue homeostasis and inflammation. Trends Immunol. 2023 Oct;44(10):807-825. doi: 10.1016/j.it.2023.08.008. Epub 2023 Sep 14. PMID: 37714775; PMCID: PMC10543622.
[9] Wohlrab J, Staubach P, Augustin M, Eisert L, Hünerbein A, Nast A, Reimann H, Strömer K, Mahler V. S2k-Leitlinie zum Gebrauch von Präparationen zur lokalen Anwendung auf der Haut (Topika). J Dtsch Dermatol Ges. 2018 Mar;16(3):376-392. doi: 10.1111/ddg.13473_g. PMID: 29537157.
[10] S3-Leitlinie „Atopische Dermatitis“ (AWMF-Registernr. 013-027) (2023) verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027
Weitere Quellen & weiterführende Literatur
National Eczema Society. (o. J.). Sun and eczema. Abgerufen am 27. April 2026 von https://eczema.org/information-and-advice/triggers-for-eczema/sun-and-eczema/
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