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Windeldermatitis & wunder Baby Po: Ursachen, Behandlung & Tipps bei Rötungen und Pickelchen im Windelbereich

  • Was ist eine Windeldermatitis?
  • Woran erkenne ich eine Windeldermatitis?
  • Wie entsteht eine Windeldermatitis?
  • Was tun bei Windeldermatitis?
  • Windeldermatitis vorbeugen: 8 Tipps

Was ist eine Windeldermatitis?

Die Windeldermatitis, auch wunder Po, Windelekzem oder Windelausschlag genannt, beschreibt eine Hautentzündung, die im Windelbereich entsteht und daher vorrangig bei Babys und Kleinkindern auftritt. In bestimmten Fällen kann es auch im Erwachsenenalter zu Windeldermatitis kommen, etwa wenn das Windeltragen aufgrund von Inkontinenz nötig wird. In erster Linie kommt sie jedoch bei Säuglingen und hier verstärkt im Alter zwischen neun und zwölf Monaten vor. Schätzungen zufolge leiden bis zu zwei Drittel aller Babys unter einmaligem oder wiederkehrendem Windelausschlag. Windeldermatitis ist nicht ansteckend und klingt bei passender Behandlung normalerweise innerhalb weniger Tage ab.

Woran erkenne ich eine Windeldermatitis?

Die Windeldermatitis ist leicht zu erkennen: Im Windelbereich, vor allem im Anal- und Genitalbereich sowie an den Oberschenkeln, kommt es zu Hautreizungen in Form von Rötungen, Pickelchen, Pusteln, entzündlichen Stellen und nässenden Bläschen. Darüber hinaus können geschwollene und schuppende Hautstellen ein Anzeichen für eine Windeldermatitis sein. Neben diesen deutlich sichtbaren Symptomen macht sich eine Windeldermatitis auch durch das Unwohlsein des Babys bemerkbar. Die gereizte Haut juckt und spannt unangenehm und das Ausscheiden von Urin und Stuhl sowie Berührungen beim Wickeln sind für die Kleinen schmerzhaft. Das hat zur Folge, dass sie häufig und laut schreien, nur schwer zu beruhigen sind und schlecht schlafen.

Wie entsteht eine Windeldermatitis?

Ein wunder Babypopo ist keine Seltenheit und kann ganz verschiedenen Ursachen haben. Oft ist es auch eine Kombination aus mehreren Faktoren, die eine Windeldermatitis begünstigen. 
  • Hautklima: Durch das Tragen von Windeln und der Ansammlung von Ausscheidungen entsteht im Windelbereich ein feuchtwarmes Klima. In diesem Klima ist es für Keime ein Leichtes, sich zu verbreiten. Zudem kann es beim längeren Tragen einer Windel zu einer chemischen Reaktion kommen, bei der sich der Harnstoff im Urin zu Ammoniak umwandelt, der die Haut so stark reizt, dass sie schnell wund wird. 

  • Säuren: Saure Nahrung, z. B. durch bestimmte Früchte im Babybrei, weisen einen niedrigen pH-Wert auf und können den pH-Wert von Ausscheidungen beeinflussen. Landen saurer Urin oder Stuhl in der Windel, reizen sie die Haut im Anal- und Intimbereich und greifen die Hautbarriere an. 

  • Zahnen und Ernährungsumstellung: Das Zahnen oder die Einführung der Beikost haben Einfluss auf den Stuhlgang des Babys. Gerade beim Zahnen ist das Risiko für einen weichen Stuhlgang bis hin zu Durchfall erhöht. Durch den zu flüssigen Stuhl steigt automatisch das Risiko, dass die Haut im Windelbereich angegriffen wird. 

  • Unverträglichkeiten: Einige Säuglinge und Kleinkinder reagieren empfindlich oder gar allergisch auf bestimmte Windelsorten. Häufiger sind jedoch Hautreaktionen auf Pflegeprodukte und Textilien sowie Waschmittel und Weichspüler. Sie können Duftstoffe enthalten, die Babys Haut reizen. 

  • Geschwächtes Immunsystem: Die Haut ist ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Abwehrsystems. Babys, deren Immunsystem beispielsweise durch eine chronische Erkrankung geschwächt ist, sind anfälliger für Windeldermatitis. Auch bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis besteht ein erhöhtes Risiko für Windelausschlag, da die Hautbarriere chronisch gestört und somit durchlässiger für Erreger ist.

Was tun bei Windeldermatitis & wundem Po?

Bei den ersten Anzeichen für Reizungen, leichte Rötungen und Pickelchen im Windelbereich kann häufigeres Windelwechseln und das regelmäßige Auftragen einer geeigneten Windel- und Wundschutzcreme helfen. In vielen Fällen können die Symptome dann noch im Anfangsstadium gestoppt werden. Sollte jedoch keine Besserung erkennbar werden, sich das Hautbild gar verschlechtern oder der Säugling stärkere Beeinträchtigungen durch die Hautveränderungen im Windelbereich zeigt, sollten Eltern handeln und die Kinderarztpraxis aufsuchen. Der Arzt oder die Ärztin kann den Windelausschlag diagnostizieren, fachgerechte Tipps für die Behandlung geben und gegebenenfalls Medikamente verschreiben. Außerdem lässt sich durch eine ärztliche Untersuchung abklären, ob sich im Zuge der Windeldermatitis ein Pilz gebildet hat (Windelsoor).

Windeldermatitis vorbeugen: 8 Tipps für einen gesunden und gepflegten Babypopo

Entzündungsreaktionen im Windelbereich sind weit verbreitet und in der Regel gut behandelbar. Dennoch ist es für Eltern und Baby wesentlich angenehmer, wenn es gar nicht erst zum Windelausschlag kommt. Daher gilt es ein paar einfach Pflegetipps zu beachten, mit denen Babys Haut geschützt und einer Windeldermatitis vorgebeugt werden kann.

1. Babynahrung sollte nicht gewürzt werden, um Reizungen über die Ausscheidung zu verhindern. Auch stillenden Müttern wird empfohlen, auf scharfe bzw. stark gewürzte Speisen zu verzichten. 

2. Häufiges und unmittelbares Wickeln, spätestens alle drei Stunden, kann der Ansammlung von Ausscheidungen und der Entstehung von Ammoniak vorbeugen. Wenn ein Baby zum Wundwerden neigt, kann es helfen, die Windel auch einmal in der Nacht zu wechseln. 

3. Beim Wickeln sollten Rückstände von Urin und Stuhl mit klarem, warmem Wasser abgewaschen werden. Bei der Verwendung von Feuchttüchern sollte darauf geachtet werden, dass diese keine Duftstoffe oder andere reizende Zusätze wie Alkohol oder Farbstoffe enthalten.

4. Vor dem Anlegen der neuen Windel muss die Haut sanft und sorgfältig getrocknet werden. Dazu eignen sich saubere, natürliche Textilien, etwa aus Baumwolle. 

5. Die Windeln sollten supersaugfähige Einlagen enthalten, um das feuchte Milieu bestmöglich zu reduzieren, atmungsaktiv und latexfrei sein, um eine möglichst gute Luftzirkulation zu gewährleisten. 

6. Licht und Luft verhindern die Bildung eines feuchten Milieus. In einer warmen Umgebung (wie z.B. in der Wohnung) können die Kleinen daher einfach mehrmals am Tag eine Zeit lang ohne Windel strampeln. 

7. Eine geeignete Windel- und Wundschutzcreme kann auch vorbeugend – am besten über Nacht – aufgetragen werden. Sie pflegt und schützt den Windelbereich des Babys. Besonders gut eignen sich reichhaltige Salben und Cremes mit Zinkoxid, die einen vor Nässe schützenden Film auf der Haut bilden. In Bezug auf Duft- und Konservierungsstoffe gilt hier: Weniger ist mehr. 

8. Basische Badezusätze können bereits ab dem ersten Bad angewendet werden. Sie neutralisieren überschüssige Säuren auf der Haut und stärken gleichzeitig die empfindliche Hautbarriere.

Basische Hautpflege

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