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Neurodermitis verstehen I Verlauf, Stadien und Einflussfaktoren

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die typischerweise schubweise verläuft und mit trockener Haut, starkem Juckreiz sowie entzündlichen Hautveränderungen einhergeht. Der Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Das Krankheitsbild reicht von milden, nur zeitweise auftretenden Beschwerden bis hin zu ausgeprägten und dauerhaft belastenden Symptomen.

Charakteristisch für Neurodermitis ist das Wechselspiel zwischen akuten Entzündungsphasen und beschwerdeärmeren, sogenannten schubfreien Zeiträumen. Dabei verändern sich nicht nur die Symptome, sondern häufig auch die betroffenen Hautareale und die Intensität der Beschwerden im Laufe des Lebens. Sowohl genetische Faktoren als auch äußere Einflüsse wie Stress, Klima, Allergene oder ungeeignete Hautpflege können den Verlauf der Erkrankung beeinflussen und Schübe begünstigen.

Hier erfahren Sie, welche Stadien der Neurodermitis unterschieden werden, wie sich die Erkrankung bei Kindern und Erwachsenen entwickelt und welche Faktoren den Verlauf beeinflussen können.

Oberarm und Achsel eines Jugendlichen mit sichtbaren Neurodermitis Stellen

Neurodermitis Stadien & Verlauf: Das Wichtigste in Kürze

  • Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche, meist schubweise verlaufende Hauterkrankung mit trockener Haut, starkem Juckreiz und Entzündungen.
  • Ursache ist eine Kombination aus gestörter Hautbarriere, genetischer Veranlagung und einer überempfindlichen Immunreaktion (Atopie).
  • Die Erkrankung betrifft Kinder deutlich häufiger als Erwachsene und kann im Verlauf des Lebens verschwinden, bestehen bleiben oder erneut auftreten.
  • Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich und geprägt von einem Wechsel zwischen wiederkehrenden Schüben und beschwerdearmen Phasen.
  • Schübe werden häufig durch Trigger wie Stress, Klima, Allergene, Reizstoffe, Infekte, hormonelle Schwankungen oder ungeeignete Hautpflege ausgelöst.
  • Neurodermitis verändert sich im Lebensverlauf und zeigt je nach Alter unterschiedliche typische Hautstellen und Ausprägungen.
  • Die Erkrankung verläuft in Stadien (akut, subakut, chronisch), die ineinander übergehen und sich in ihrer Intensität und Behandlung unterscheiden.

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die meist schubweise verläuft. Typisch sind trockene Haut, starker Juckreiz und entzündete Hautstellen. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten Hautkrankheiten und kann sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen.

Neurodermitis ist eine der häufigsten Hauterkrankungen weltweit: In Deutschland leiden rund 13% aller Kinder und etwa 2% der Erwachsenen an Neurodermitis. [1] Das sind allein in Deutschland über 3 Millionen Menschen. Basierend auf Daten des Global Burden of Disease Projekts der University of Washington geht man von etwa 130 Millionen Betroffenen weltweit aus. [2]

Als eine der Hauptursachen für Neurodermitis gilt eine gestörte Hautbarriere. Dadurch verliert die Haut schneller Feuchtigkeit und reagiert empfindlicher auf äußere Reize wie Kälte, Stress oder bestimmte Stoffe. Zusätzlich spielen genetische Faktoren eine wichtige Rolle: Eine erbliche Veranlagung kann dazu führen, dass das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Reize reagiert (Atopie). Dadurch entsteht eine erhöhte Neigung zu Entzündungsreaktionen.

Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich. Viele Betroffene erleben Phasen mit starken Beschwerden, gefolgt von ruhigeren Zeiten mit wenig oder vollständig ausbleibenden Symptomen. Während manche Menschen nur gelegentlich leichte Beschwerden haben, leiden andere unter häufigen oder besonders intensiven Schüben.

Wie verläuft Neurodermitis?

Neurodermitis verläuft in den meisten Fällen chronisch und schubweise. Das bedeutet, dass die Erkrankung lange andauert (oft lebenslang), immer wiederkehrt und sich symptomarme oder beschwerdefreie Phasen mit akuten Entzündungsphasen abwechseln können. Doch auch zwischen den einzelnen Schüben ist die Haut bei Neurodermitis meist weiterhin trocken und empfindlich.

Junge mit Neurodermitis Stellen an Schultern und Hals kratzt sich

Schubweiser Neurodermitis Verlauf & Auslöser

Ein Schub kann plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln. Die Häufigkeit und Intensität der Schübe sind individuell sehr verschieden. Bei manchen Betroffenen treten sie nur gelegentlich auf, während andere regelmäßig oder sogar dauerhaft mit wiederkehrenden Entzündungen der Haut zu tun haben. Oft zeigt sich im Verlauf auch ein Zusammenhang zwischen bestimmten Auslösern und dem Auftreten eines Schubs, wobei diese Faktoren von Person zu Person variieren können.

Häufig spielen verschiedene Neurodermitis Auslöser – sogenannte Triggerfaktoren – eine Rolle, darunter:

  • Stress
  • Trockene (Heizungs-) Luft
  • Allergene
  • Infekte
  • Starkes Schwitzen
  • Ungeeignete Hautpflege
  • Bestimmte Textilien
  • Hormonelle Schwankungen

Neurodermitis im Verlauf des Lebens

Viele Betroffene stellen fest, dass sich die Erkrankung im Laufe des Lebens verändert. Bei einigen Kindern bessern sich die Beschwerden im Jugendalter deutlich. In einigen Fällen entwickelt sich Neurodermitis aber auch erst im Erwachsenenalter oder Betroffene leiden dauerhaft unter wiederkehrenden Hautproblemen. Die Neurodermitis kann auch in der Kindheit auftreten, dann eine lange Zeit „ruhen“ und im Erwachsenenalter erneut ausbrechen.

Gut zu wissen: 60% der Neurodermitis-Fällte treten im ersten Lebensjahr auf, 70 bis 85% in den ersten fünf Lebensjahren. Im Schnitt sind bis zum frühen Erwachsenenalter etwa 60% der betroffenen Kinder symptomfrei, nur etwa 30% der Kinder mit Neurodermitis haben im Erwachsenenalter noch Ekzeme. [1]

Neurodermitis bei Säuglingen und Kleinkindern

Neurodermitis bei Babys zeigt sich häufig zuerst im Gesicht oder auf der Kopfhaut. Typisch sind gerötete Wangen und trockene Hautstellen. Häufig betroffene Bereiche:

  • Gesicht
  • Kopfhaut
  • Arme und Beine

Der starke Juckreiz kann Babys unruhig machen und den Schlaf beeinträchtigen.

Neurodermitis bei Kindern

Im Kindesalter verlagern sich die Hautveränderungen oft in die Beugefalten. Typische Stellen für Neurodermitis bei Kindern:

  • Armbeugen
  • Kniekehlen
  • Handgelenke

Viele Kinder erleben wechselnde Phasen mit stärkeren und schwächeren Beschwerden.

Neurodermitis bei Jugendlichen und Erwachsenen

Bei Jugendlichen und Erwachsenen mit Neurodermitis treten Beschwerden häufig an anderen Körperstellen auf. Besonders betroffen sind:

  • Hände
  • Hals
  • Gesicht
  • Augenlider

Manche Betroffene leiden zusätzlich unter beruflichen Einschränkungen, etwa wenn häufiges Händewaschen die Haut belastet.

Neurodermitis an verschiedenen Körperstellen

Im Verlauf des Lebens kann sich Neurodermitis an unterschiedlichen Körperstellen zeigen. Während bei Säuglingen häufig Gesicht und Kopfhaut betroffen sind, treten bei älteren Kindern und Erwachsenen oft Beschwerden an Händen, Füßen oder anderen Bereichen auf. Je nach Körperstelle können sich Symptome, Belastungen im Alltag und die Anforderungen an die Pflege unterscheiden.

Welche Faktoren beeinflussen den Verlauf?

Der Verlauf der Neurodermitis wird von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren beeinflusst. Dabei gibt es sowohl Auslöser, die kurzfristig und regelmäßig akute Schübe hervorrufen können, als auch übergeordnete Einflüsse, die den Krankheitsverlauf langfristig verändern oder eine zuvor ruhende Neurodermitis erneut aktivieren können.

Zu den kurzfristigen Triggern zählen insbesondere Temperatur- und Klimaschwankungen sowie der Kontakt mit Allergenen oder reizenden Substanzen, die schnell zu einer Verschlechterung des Hautbildes führen können. Daneben gibt es jedoch auch tiefgreifendere Einflussfaktoren wie hormonelle Veränderungen, etwa in der Pubertät, während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, die eine zuvor stabile oder abgeklungene Erkrankung wieder neu entfachen können.

Häufige Auslöser von Schüben

Stress und psychische Belastung

Stress zählt zu den häufigsten Triggern. Viele Betroffene bemerken eine Verschlechterung der Haut in belastenden Lebensphasen.

Klima und Wetter

Kalte Luft, trockene Heizungsluft oder starkes Schwitzen können die Haut reizen.

Allergene

Zu den häufigen Allergenen gehören Hausstaubmilben, Tierhaare oder Pollen. Sie können das Immunsystem aktivieren und entzündliche Hautreaktionen begünstigen.

Reizstoffe

Reizende Substanzen wie Duftstoffe, aggressive Reinigungsmittel oder bestimmte Inhaltsstoffe in Hautpflegeprodukten können die ohnehin empfindliche Haut zusätzlich belasten und Schübe auslösen.

Hormonelle Schwankungen

Hormonelle Veränderungen können den Verlauf der Neurodermitis deutlich beeinflussen. Besonders in Phasen wie Pubertät, Menstruationszyklus, Schwangerschaft oder Wechseljahren berichten viele Betroffene über eine Veränderung der Hautsymptomatik. Diese Schwankungen können sowohl die Entzündungsbereitschaft der Haut erhöhen als auch bestehende Beschwerden verstärken oder nach längeren beschwerdearmen Phasen erneut auslösen.

Infekte

Erkältungen oder andere Infekte können das Immunsystem belasten und Schübe begünstigen.

Neurodermitis in der Schwangerschaft

Neurodermitis (atopische Dermatitis) kann sich während der Schwangerschaft unterschiedlich verhalten. Bei einigen Frauen kommt es zu einer Erstmanifestation, die oft als sogenannte Schwangerschaftsdermatitis bzw. im weiteren Sinne als atopische Eruption der Schwangerschaft beschrieben wird. Diese Form tritt typischerweise bei Frauen auf, die zuvor zwar keine Neurodermitis hatten, aber eine genetische oder atopische Veranlagung besitzen. Klinisch zeigt sich ein juckender, ekzematöser Hautausschlag, häufig an Armen, Beinen, Rumpf oder im Gesicht.

Bei Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft an Neurodermitis litten, kann es hingegen zu einem erneuten Aufflammen (Rezidiv) oder einer Verschlimmerung (Exazerbation) der Erkrankung kommen. Der Verlauf ist dabei individuell sehr unterschiedlich: Während viele Frauen eine Verschlechterung der Symptome mit stärkerem Juckreiz und ausgedehnteren Hautveränderungen erleben, beobachten einige Frauen auch eine Verbesserung ihres Hautzustands.

Hintergrundwissen: Von den Neurodermitis-Fällen in der Schwangerschaft treten 80% neu auf, während es sich bei 20% der Fälle um Rezidive oder Exazerbationen bereits bestehenden Erkrankung handelt. [3]

Bauch einer liegenden, schwangeren Frau

Die Ursachen dieser Veränderungen sind vor allem in den hormonellen und immunologischen Umstellungen während der Schwangerschaft zu sehen.

Hormonell kommt es zu einem Anstieg von Östrogen und Progesteron, was die Hautbarriere und Entzündungsreaktionen beeinflussen kann. 

Immunologisch verschiebt sich das Gleichgewicht des Immunsystems in Richtung einer stärkeren Th2-Immunantwort, um zu gewährleisten, dass das Immunsystem das ungeborene Kind akzeptiert und nicht als „Fremdkörper“ angreift. Diese Verschiebung begünstigt entzündliche und allergische Reaktionen, wie sie bei Neurodermitis typisch sind.

Einflussfaktoren auf die Prognose

Die Schwere der Neurodermitis in den ersten Lebensjahren kann Hinweise auf den späteren Verlauf geben. Kinder mit sehr frühem Beginn und schweren Symptomen haben ein etwas höheres Risiko für einen persistierenden Verlauf. Dennoch bedeutet ein schwerer Start nicht zwangsläufig lebenslange Probleme.

Die familiäre Belastung spielt ebenfalls eine Rolle. Sind beide Elternteile von atopischen Erkrankungen betroffen, ist das Risiko für einen schwereren Verlauf erhöht. Auch das Vorhandensein anderer Allergien kann den Neurodermitis-Verlauf beeinflussen.

Ungünstige Prognosefaktoren:

  • Sehr früher Beginn vor dem 6. Lebensmonat
  • Schwere Symptome in den ersten Lebensjahren
  • Beide Elternteile von atopischen Erkrankungen betroffen
  • Gleichzeitige Nahrungsmittelallergien
  • Entwicklung von Asthma oder schwerem Heuschnupfen

Begleiterkrankungen und Allergieprävention bei Neurodermitis

Neurodermitis tritt häufig nicht isoliert auf, sondern ist Teil eines sogenannten atopischen Formenkreises. Das bedeutet, dass Betroffene ein erhöhtes Risiko haben, im Laufe ihres Lebens weitere allergische oder entzündliche Erkrankungen zu entwickeln. Dazu zählen insbesondere allergisches Asthma sowie allergischer Schnupfen (z.B. Heuschnupfen). Auch Nahrungsmittelallergien können häufiger vorkommen, vor allem im Kindesalter und bei ausgeprägter Hautbeteiligung.

Frau cremt sich die Schulter mit der SIRIDERMA Körpercreme ein

Die Ursache dafür liegt in einer überempfindlichen Immunreaktion und einer gestörten Hautbarriere. Über die geschädigte Haut können Allergene leichter in den Körper eindringen und das Immunsystem sensibilisieren. Dadurch kann sich im Verlauf der sogenannte „atopische Marsch“ entwickeln, bei dem sich die Beschwerden im Laufe der Zeit von der Haut auf die Atemwege verlagern oder mehrere Organsysteme betreffen.

Für die Allergieprävention spielt eine konsequente Neurodermitis Hautpflege eine zentrale Rolle. Eine stabile Hautbarriere kann helfen, das Eindringen von Allergenen zu reduzieren und somit das Risiko für Sensibilisierungen zu verringern.

Gut zu wissen: Bei Verdacht auf Allergien ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Allergietests können helfen, individuelle Trigger zu identifizieren und gezielt zu vermeiden. Insbesondere bei Kindern sollte beobachtet werden, ob neben der Haut auch Atemwegsbeschwerden oder Nahrungsmittelreaktionen auftreten, um frühzeitig geeignete Maßnahmen einzuleiten. Einschränkende Diäten oder Maßnahmen ohne Allergienachweise hingegen werden nicht empfohlen.

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Die Stadien der Neurodermitis

Neurodermitis sieht nicht immer gleich aus, sondern zeigt je nach Krankheitsaktivität unterschiedliche Ausprägungen der Hautveränderungen. Diese werden häufig in Stadien unterteilt, die den Verlauf von akuten Entzündungsphasen bis hin zu chronischen Hautveränderungen beschreiben. Die Einteilung hilft dabei, den Zustand der Haut besser einzuordnen und die Hautpflege und die Behandlung an die jeweilige Phase anzupassen. Dabei sind die Übergänge aber fließend und folgen keiner zwingenden Abfolge: Die Stadien können von chronisch zu akut und zurücklaufen, es kann aber auch Sprünge geben und die Stadien können sich überlappen.

Akutes Stadium: Der Neurodermitis-Schub

Im akuten Stadium treten Neurodermitis Symptome besonders stark auf. Die Haut ist entzündet und reagiert empfindlich auf Berührungen oder Reize.

Typische Symptome im akuten Stadium

  • Starke Rötungen
  • Intensiver Juckreiz
  • Nässende oder geschwollene Hautstellen
  • Brennen der Haut
  • Kleine Bläschen oder Krusten
  • Schlafprobleme durch Juckreiz

Viele Betroffene kratzen die betroffenen Stellen unbewusst, besonders nachts. Dadurch kann sich die Haut zusätzlich entzünden und das Risiko für Infektionen steigt.

Akutes Stadium Neurodermitis im unteren Gesichtsbereich und Dekoltee

Was hilft während eines akuten Schubs?

Während eines Schubs steht die Beruhigung und Kühlung der Haut im Mittelpunkt. Wichtig ist:

Belegte Wirksamkeit: Klinische Anwendungsstudien mit den SIRIDERMA MED Produkten belegen eine hautberuhigende Wirkung und sehr gute Verträglichkeit.

Bei starken Beschwerden sollte unbedingt ärztlicher Rat – am besten in einer Hautarztpraxis – eingeholt werden.

Subakutes Stadium: Die Haut beruhigt sich langsam

Nach einem akuten Schub beginnt sich die Entzündung allmählich zurückzubilden. Die Haut wirkt weniger gerötet, bleibt aber meist trocken und empfindlich.

Subakutes Stadium Neurodermitis am Hals einer Frau

Typische Merkmale dieses Stadiums

  • Nachlassender Juckreiz
  • Trockene oder schuppige Haut
  • Leichte Rötungen
  • Teils noch Krusten

In dieser Phase ist eine konsequente, barrierestärkende Hautpflege besonders wichtig. Sie kann helfen, die Haut zu stabilisieren und neue Schübe hinauszuzögern. Eine rückfettende, lipidhaltige Pflegecreme wie die SIRIDERMA LIPID Intensivcreme ist gut geeignet. Aber auch leichtere Pflegecremes wie die HYDRO Intensivcreme mit feuchtigkeitsspendenden und beruhigenden Inhaltsstoffen können genutzt werden. Welches Zusammenspiel aus Feuchtigkeit und Lipiden gerade optimal zum Hautzustand passt ist sehr individuell. Eine gute Ergänzung gegen Juckreiz und zur Gesunderhaltung der Haut ist das Basische Badekonzentrat.

Belegte Wirksamkeit: Klinische Anwendungsstudien mit den SIRIDERMA MED Produkten belegen eine feuchtigkeitsspendende und barrierestärkende Wirkung sowie eine sehr gute Verträglichkeit.

Belegte Wirksamkeit: Klinische Anwendungsstudien mit den SIRIDERMA MED Produkten belegen eine feuchtigkeitsspendende und barrierestärkende Wirkung sowie eine sehr gute Verträglichkeit.

Chronisches Stadium: Langfristige Hautveränderungen

Bei länger bestehender Neurodermitis kann sich die Haut dauerhaft verändern. Durch wiederholtes Kratzen wird sie häufig dicker und gröber. Diese Veränderungen sind dann auch im schubfreien Intervall sichtbar.

Armbeuge mit chronischem Neurodermitis Ekzemen, Verfärbung und Hautverdickungen

Typische Symptome im chronischen Stadium

  • Stark trockene Haut
  • Verdickte Hautstellen (Lichenifikation)
  • Raue Hautoberfläche
  • Dauerhafter Juckreiz
  • Tiefe Hautlinien

Diese Veränderungen entstehen häufig an Körperstellen, die regelmäßig betroffen sind – etwa in Armbeugen, Kniekehlen oder am Hals.

Warum konsequente Pflege wichtig ist

Auch in beschwerdeärmeren Zeiten benötigt die Haut intensive Pflege. Rückfettende und feuchtigkeitsspendende Cremes und eine stabile Hautroutine können helfen, die Hautbarriere zu stärken und Entzündungen vorzubeugen.

Belegte Wirksamkeit: Klinische Anwendungsstudien mit den SIRIDERMA Produkten für die Basispflege belegen eine Verbesserung des Hautzustands sowie eine sehr gute Verträglichkeit.

Behandlungsmöglichkeiten bei Neurodermitis

Die Behandlung der Neurodermitis erfolgt in der Regel nach einem stufenweisen Therapiekonzept, das sich an der Schwere der Erkrankung und dem aktuellen Hautzustand orientiert. Grundlage jeder Behandlung ist eine konsequente Basispflege zur Stabilisierung der Hautbarriere.

Reicht diese allein nicht aus, können je nach Ausprägung der Beschwerden entzündungshemmende oder immunmodulierende topische Wirkstoffe, systemische Medikamente oder Lichttherapie eingesetzt werden. Ziel der sogenannten Stufentherapie ist es, akute Schübe zu kontrollieren, Beschwerden langfristig zu reduzieren und erneuten Entzündungen vorzubeugen.

Basistherapie: Die tägliche Hautpflege

Die wichtigste Grundlage der Behandlung ist eine konsequente Neurodermitis Hautpflege. Dazu gehören:

  • Rückfettende und feuchtigkeitsspendende Cremes oder Lotionen
  • Milde Reinigungsprodukte
  • Kurze, lauwarme Duschen
  • Auch basische Bäder können die Gesunderhaltung der Haut unterstützen

Eine regelmäßige Pflege unterstützt die natürliche Schutzfunktion der Haut.

Person mit Neurodermitis trägt Kortisoncreme auf Ekzem an der Hand auf

Behandlung im akuten Schub

Bei stärkeren Entzündungen oder anhaltenden Beschwerden können zusätzlich ärztlich verordnete Medikamente notwendig sein.

Mögliche Therapien:

  • Kortisonhaltige Cremes (topische Kortikosteroide)
  • Entzündungshemmende Salben (z. B. Calcineurin-Inhibitoren zur lokalen Immunregulation)
  • Antiseptische oder antibiotische Präparate bei bakteriellen Hautinfektionen
  • Antihistaminika gegen Juckreiz (Arzneimittel zur Linderung des Juckreizes und zur Verbesserung des Schlafs)

Die Behandlung sollte individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt abgestimmt und individuell an den Schweregrad der Beschwerden und die betroffenen Hautbereiche angepasst werden.

Moderne Therapien bei schweren Verläufen

Bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis können zusätzlich weiterführende Therapieverfahren erforderlich sein, wenn lokale Behandlungen und Basispflege nicht ausreichen. Dazu zählen:

  • Systemische Medikamente (innerlich wirkende Arzneimittel zur Kontrolle der Entzündung)
  • Moderne Immuntherapien wie Biologika oder JAK-Inhibitoren (gezielte Eingriffe in entzündliche Signalwege des Immunsystems)
  • Lichttherapie (Phototherapie zur Reduktion entzündlicher Hautreaktionen)

Diese Therapien werden in der Regel bei schweren, chronischen oder stark belastenden Verläufen eingesetzt und ärztlich eng begleitet.

Wann sollte man ärztliche Hilfe suchen?

Ärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn:

  • Starke oder großflächige Entzündungen auftreten 
  • Die Haut nässt oder sich entzündet
  • Schmerzen entstehen
  • Der Schlaf dauerhaft gestört ist
  • Die Lebensqualität stark eingeschränkt wird
  • Bisherige Behandlungen nicht ausreichend helfen

Eine frühzeitige Behandlung kann helfen, schwere Schübe besser zu kontrollieren.

Moderne Therapien bei schweren Verläufen

Bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis können zusätzlich weiterführende Therapieverfahren erforderlich sein, wenn lokale Behandlungen und Basispflege nicht ausreichen. Dazu zählen:

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  • Moderne Immuntherapien wie Biologika oder JAK-Inhibitoren (gezielte Eingriffe in entzündliche Signalwege des Immunsystems)
  • Lichttherapie (Phototherapie zur Reduktion entzündlicher Hautreaktionen)

Diese Therapien werden in der Regel bei schweren, chronischen oder stark belastenden Verläufen eingesetzt und ärztlich eng begleitet.

Wann sollte man ärztliche Hilfe suchen?

Ärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn:

  • Starke oder großflächige Entzündungen auftreten 
  • Die Haut nässt oder sich entzündet
  • Schmerzen entstehen
  • Der Schlaf dauerhaft gestört ist
  • Die Lebensqualität stark eingeschränkt wird
  • Bisherige Behandlungen nicht ausreichend helfen

Eine frühzeitige Behandlung kann helfen, schwere Schübe besser zu kontrollieren.

FAQ – Häufige Fragen zu Stadien und Verlauf von Neurodermitis

Nein. Neurodermitis ist nicht ansteckend.

Ein Schub ist eine Phase, in der sich die Symptome deutlich verschlechtern. Typisch sind starker Juckreiz, Rötungen und entzündete Hautstellen, die sich innerhalb kurzer Zeit entwickeln können.

Neurodermitis wird häufig in ein akutes, ein subakutes und ein chronisches Stadium eingeteilt. Diese Stadien beschreiben vor allem den Zustand der Haut und können im Verlauf ineinander übergehen.

Bei vielen Kindern bessern sich die Beschwerden im Laufe der Jahre deutlich. Manche Menschen bleiben jedoch dauerhaft betroffen oder entwickeln später erneut Symptome.

Neurodermitis Schübe entstehen durch eine Kombination aus inneren und äußeren Faktoren wie genetischer Veranlagung, gestörter Hautbarriere und individuellen Auslösern wie Stress, Klima oder Allergenen.

Die Dauer eines Schubs ist individuell sehr unterschiedlich und kann von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen reichen, abhängig von Schweregrad und Behandlung

Ja, auch nach längeren beschwerdefreien Phasen kann Neurodermitis durch bestimmte Auslöser wie Stress, hormonelle Veränderungen oder Umweltfaktoren wieder aufflammen.

Medizinisch geprüft

Inhaltlich und fachlich geprüft von:
Dr. Felix Friedrich, Senior Medical Advisor
Dr. Felix Friedrich, Senior Medical Advisor

Dr. Felix Friedrich ist promovierter Chemiker und arbeitet seit 2016 in der wissenschaftlich-medizinischen Beratung. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war schon immer die Dermatologie. Anfangs mit Fokus auf die Kindergesundheit – aktuell als Senior Medical Advisor in der pharmazeutischen Industrie. Dabei ist er Ansprechpartner für medizinisches und pharmazeutisches Fachpersonal zu allen Fragen in den von ihm verantworteten Indikationen – darunter auch die Dermatologie. Für die Qualitätssicherung der fachlichen und medizinischen Inhalte bringt er seine langjährige Beratungserfahrung ein.

Dr. Felix Friedrich, Senior Medical Advisor

Inhaltlich und fachlich geprüft von Dr. Felix Friedrich, Senior Medical Advisor

Dr. Felix Friedrich ist promovierter Chemiker und arbeitet seit 2016 in der wissenschaftlich-medizinischen Beratung. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war schon immer die Dermatologie. Anfangs mit Fokus auf die Kindergesundheit – aktuell als Senior Medical Advisor in der pharmazeutischen Industrie. Dabei ist er Ansprechpartner für medizinisches und pharmazeutisches Fachpersonal zu allen Fragen in den von ihm verantworteten Indikationen – darunter auch die Dermatologie. Für die Qualitätssicherung der fachlichen und medizinischen Inhalte bringt er seine langjährige Beratungserfahrung ein.

Quellenangaben

[1] S3-Leitlinie „Atopische Dermatitis“ (AWMF-Registernr. 013-027) (2023) verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027

[2] GBD 2021 Asthma and Allergic Diseases Collaborators. Global, regional, and national burden of asthma and atopic dermatitis, 1990-2021, and projections to 2050: a systematic analysis of the Global Burden of Disease Study 2021. Lancet Respir Med. 2025 May;13(5):425-446. doi: 10.1016/S2213-2600(25)00003-7. Epub 2025 Mar 24. PMID: 40147466.

[3] Munera-Campos M, Carrascosa JM. Atopic Dermatitis: Fertility, Pregnancy, and Treatment Perspectives. Am J Clin Dermatol. 2024 Jan;25(1):55-66. doi: 10.1007/s40257-023-00821-4. Epub 2023 Oct 30. PMID: 37904055.

[4] Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie (inkl. Corneometrie) über 4 Wochen mit 25 Probanden mit sensibler Haut, Neurodermitis, Psoriasis und Rosacea, unabhängiges Testinstitut Dermatest, 06/2025 (HYDRO Intensivcreme, Studiennummer ST-AT-2025-00114, data on file, weitere Informationen zur Studie hier)

[5] Jurecek L et al.: Beneficial effects of an alkaline topical treatment in patients with mild atopic dermatitis, 2021, J Cosmet Dermatol, doi https://doi.org/10.1111/jocd.13936

[6] Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie über 4 Wochen mit 30 Probanden mit sensibler Haut, Neurodermitis, Psoriasis, Rosacea und Akne, unabhängiges Testinstitut Dermatest, 03/2023 (Anti-Juckreiz GEL, Studiennummer 2210069674, data on file, weitere Informationen zur Studie hier)

[7] Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie über 4 Wochen mit 20 Probanden mit trockener Haut, Neurodermitis und Psoriasis, unabhängiges Testinstitut Dermatest, 10/2022 (LIPID Intensivcreme, Studiennummer 2207281031, data on file, weitere Informationen zur Studie hier)

[8] Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie über 4 Wochen mit 30 Probanden mit sensibler Haut, Neurodermitis, Psoriasis, Rosacea und Akne, unabhängiges Testinstitut Dermatest, 03/2023 (Basisches Badekonzentrat, Studiennummer 2211252359, data on file, weitere Informationen zur Studie hier)

[9] Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie über 4 Wochen mit 20 Probanden mit empfindlicher, trockener Haut, Neurodermitis oder Psoriasis, unabhängiges Testinstitut Dermatest, 11/2025 (Körpercreme, Studiennummer ST-AT-2025-00292, data on file, weitere Informationen zur Studie hier)

[10] Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie über 4 Wochen mit 20 Probanden mit empfindlicher, trockener Haut, Neurodermitis oder Psoriasis, unabhängiges Testinstitut Dermatest, 07/2025 (Extra Sensitiv Creme, Studiennummer ST-AT-2025-00159, data on file, weitere Informationen zur Studie hier)

[11] Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie über 4 Wochen mit 20 Probanden (Babys und Kinder) mit trockener Haut und Neurodermitis, unabhängiges Testinstitut Dermatest, 10/2025 (Baby- und Kindercreme, Studiennummer ST-AT-2025-00167, data on file, weitere Informationen zur Studie hier)

Valentini R, Shahriari M. Atopic dermatitis in women: special considerations in the childbearing years. Int J Womens Dermatol. 2024 Jun 10;10(2):e151. doi: 10.1097/JW9.0000000000000151. PMID: 38860232; PMCID: PMC11164005.

Wohlrab J, Staubach P, Augustin M, Eisert L, Hünerbein A, Nast A, Reimann H, Strömer K, Mahler V. S2k-Leitlinie zum Gebrauch von Präparationen zur lokalen Anwendung auf der Haut (Topika). J Dtsch Dermatol Ges. 2018 Mar;16(3):376-392. doi: 10.1111/ddg.13473_g. PMID: 29537157.